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Im Jahr 1868 gründete ein aus Boston stammender Ingenieur, Florentine Ariosto Jones, die „Internationale Watch Co.“ in Schaffhausen am Rhein. Ein neu errichtetes Wasserkraftwerk zog den Ingenieur an diesen Ort, weil er hier mechanische Uhren für den weltweiten Markt bauen wollte.
Bei seinen Unternehmungen traf er auf den Uhrenfabrikanten Johann Heinrich Moser, mit dem er eng zusammen arbeitete. Jedoch die hohen amerikanischen Einfuhrzölle vereitelten den Plan von Jones, dass er die in seinem Unternehmen produzierten Uhren in sein Heimatland exportieren konnte. Auch dem späteren Eigentümer, dem Direktor der Schaffhauser Handelsbank, dem Amerikaner Frederik Frank Seeland gelang dieser Export nicht. 1874 wurde die IWC nun in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, und nach zweimaligem Konkurs übernahm im Jahr 1880 der Landmaschinenbauer Johannes Rauschenbach die Firma IWC. Mit neuen Mitarbeitern wie Urs Haenggi und Johann Vogel, die 1883 in das Unternehmen kamen, stieg die Uhrenproduktion nun immer stetiger an. Ab 1905 bekam die Firma den Namen „J. Rauschenbach’s Erben“ mit mehreren Eigentümern, ab 1929 übernahm Ernst Homberger- Rauschenbach allein die Firma und nannte diese jetzt „Uhrenfabrik von Ernst Homberger- Rauschenbach“. Im 2. Weltkrieg entging das Firmengelände der völligen Zerstörung nur ganz knapp. 1952 wurde Ernst Homberger– Rauschenbach der Titel eines Ehrendoktors der Hochschule in St. Gallen verliehen, 1955 starb dieser im Alter von 85 Jahren. Dessen Sohn Hans Ernst Homberger verkaufte das Familienunternehmen im Jahr 1978 an die VDO Adolf Schindling AG, zu der zu dieser Zeit schon die Manufaktur Jaeger-LeCoultre gehörte, später kamen dann diese beiden Uhrenmarken zu Mannesmann, und zwar im Jahr 1991, Hans Ernst Homberger starb zwischenzeitlich im Jahr 1986. Unter Günter Blümlein ging es wieder bergauf mit der Uhrenherstellung, denn das Modell Ingenieur wird jetzt zum Klassiker, nachdem das 1955 erschienene Modell von Gérald Genta im Jahr 1975 ein neues Design erhielt und neu aufgelegt wird. Weitere Modelle, wie die 1948 vorgestellte, vor Magnetfeldern geschützte Fliegeruhr Mark XI, die 25 Jahre lang als Dienstuhr der britischen Luftwaffe diente, sowie ihre Nachfolger (Mark XII, Mark XV, Mark XVI), außerdem der Flieger-Chronograph und die von Ferdinand Alexander Porsche entworfene Reihe Porsche Design by IWC. |
Diese Serie umfasst Titanuhren wie die Ocean 2000 und die im Jahr 1978 erschienene Kompassuhr, 1980 dann wird der weltweit erste Titan-Chronograph der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Da Vinci entsteht 1985 mit ewigem Kalender und Mondphasenanzeige.
Im Jahr 1993 wird zum 125- jährigen Firmenjubiläum die die Destriero Scafusia entworfen, zu Deutsch- Schaffhausener Schlachtross, die mit insgesamt 22 Komplikationen und einer Stückzahl von 125 Stück recht schnell vergriffen ist. Der IWC- Direktor Günter Blümlein gründete 1991 die LMH- Gruppe in Schaffhausen, sie erhält 100 Prozent an der IWC, 60 Prozent der Manufaktur Jaeger-LeCoultre, sowie 90 Prozent an der Uhrenfabrik A. Lange & Söhne und hat inzwischen über 1440 Mitarbeiter. Von Mannesmann erfolgt der Verkauf 2000 von IWC an Vodafone, einem britischem Unternehmen und der anschließenden Übernahme der Mannesmann- Gruppe LMH durch den Richemont- Konzern aus Südafrika. Verschiedene Originale der Zeitmessung entstanden schon recht bald nach der Firmengründung, so 1885 die Pallweber-Taschenuhr mit digitaler Anzeige, heute ist diese ein gesuchtes Sammlerstück. Auf Anfrage von portugiesischen Kaufleuten entstand die Portugieserlinie, ein Trendsetter der Armbanduhr im "Kingsize"-Format. IWC verfügt heute auch über ein umfangreiches Programm professioneller Fliegeruhren, entwickelte Uhren mit dem sogenannten Pellatonaufzug ein Aufzugssystem, das auch heute wieder in ihren großen Automatik-Manufakturwerken arbeitet. Die Firma IWC ist auch heute noch die einzige Uhrenmanufaktur, welche in der Ostschweiz ansässig ist, deshalb ist es für die Manufaktur ganz wichtig, mit Ausbildungsplätzen für qualifizierten Nachwuchs in der Herstellung von mechanischen Uhren zu sorgen. Handwerkliche Perfektion, die Ausbildung von Fachleuten, der Verzicht auf Massenproduktion, das alles ist zum Grundsatz der IWC geworden. Uhren in kleinen Auflagen, dafür aber in höchster Qualität zu fertigen. Bei sorgfältiger Pflege halten diese Uhren besonders lange und gehören heute den beliebtesten Sammlerraritäten an, die weltweit Liebhaberpreise erzielen. |
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